Mehr als nur Hochdruck inside: Systempartnerschaften als Schlüssel für mehr Effizienz

Wie hört sich das für Sie als Zerspaner an?: Schnell, reibungslos und mit einer ebenso bewährten wie innovativ-zukunftsfähigen Lösung an Ihrem Langdrehautomaten zu einem Maximum an Effizienz durch Hochdruck gelangen – ohne jedes Mal die Mitarbeiter neu einlernen oder Prozesse nachjustieren zu müssen? Oder gar Stillstände wegen suboptimaler Maschinenkommunikation zu riskieren? Und das sowohl in der Erstausrüstung wie auch in der Nachrüstung?

Für weit mehr als 80 % der Langdrehautomaten der führenden Hersteller Citizen, Star, Tsugami und TORNOS, ist dies mit den Hochdrucklösungen von Müller kein hehrer Wunsch, sondern längst Realität.

Das eingangs genannte „Wunschprofil“ bestimmt und leitet seit mehr als 10 Jahren wortwörtlich die Müller Kompakthochdruck-Geschicke – von der Entwicklung über den Vertrieb und die Produktion bis hin zum Service. Doch wie kann man als Peripherie-Anlagenbauer diesem Wunsch, diesem Ziel wirklich Rechnung tragen? Gerade heute, wo sich die zerspanende Industrie immer komplexer werdenden Prozessen gegenübersieht? Bei stetig steigenden Anforderungen – in Bezug auf Materialität, Toleranzen, Formgebung – der (weiter-) verarbeitenden Industrie? Bei unterschiedlichsten, teils wechselnden Span- und Verschmutzungsaufkommen? Und einem technologischen Wandel, gerade bei der Steuerung und Automatisierung, mit dem man nur schwer Schritt halten kann?

Der Schlüssel – ein cleverer Baukasten und permanente Zusammenarbeit

„Dass wir unsere Kunden heute so bedienen können, ist das Ergebnis vieler Jahre, in denen wir sehr intensiv, eigeninitiativ auf die Maschinenhersteller zugegangen sind. Zugleich haben wir uns immer proaktiv draußen in den Betrieben mit den echten Bedürfnissen auseinandergesetzt, und das tun wir immer noch. Wir schauen dabei nicht nur auf unsere Technologien, sondern betrachten immer den kompletten Prozess, um wirklich im Detail zu verstehen, was eigentlich auf der Maschine passiert. Mit dieser Arbeitsweise schufen wir einen System- und Technologie-Baukasten als Grundlage für unsere Idee der Systempartnerschaften“, erläutert Martin Müller, Geschäftsführer von Müller. „Seit rund drei Jahren sind wir an dem Punkt, dass wir nun bereits sehr früh durch die Maschinenhersteller direkt in den Entwicklungsprozess einbezogen werden und unseren Baukasten stets auf die Neuerungen abstimmen und anpassen. Wir stehen in einem permanenten, engen Dialog. Diese Arbeitsweise, diese Systempartnerschaften erfordern ein hohes Maß an gegenseitigem Vertrauen. Und natürlich sind diese Adaptionen für uns immer mit einer entsprechenden Investition verbunden. Doch nur so profitieren unsere Kunden schnell und ganzheitlich vom technologischen Fortschritt.“

// Citizen Miyano mit combiloop CL4

Aufbauend auf den Basissystemen combiloop und combistream wurden Grundkomponenten definiert und in einen Baukasten überführt – vom Gedanken her vergleichbar mit einem Baugruppen-Prinzip, nur komplexer. Der Komponenten-Baukasten umfasst alle relevanten Schlüsseltechnologie-Bereiche, von der Nieder- und Hochdrucktechnologie, der Filtrationstechnologie über die Steuerungstechnologie bis hin zur Spänefördertechnologie bei combistream. Je nach Produktkategorie einer Anlage bedeutet das Entwicklungszeiten von bis zu 12 Monaten. Gerade bei combistream gleicht der Aufwand einer solchen Anpassung für Müller fast einer Neuentwicklung: In einem ersten Schritt entwickelt ein Team, bestehend aus Müller Produktmanager und Entwicklungsmitarbeitern sowie Verantwortlichen des Partners, ein entsprechendes Pflichtenheft und daraus ein Konzept, das die erforderlichen Kriterien erfüllt und auf den neuen Langdrehautomaten abgestimmt ist. Bis zum ersten Prototypen vergehen dann weitere 3 bis 4 Monate. Denn durch das Ersetzen des Maschinentanks müssen entsprechende Wannen passgenau für die neue Drehmaschine konstruiert und gefertigt werden. Nachdem die Passgenauigkeit geprüft und eventuell nachjustiert wurde, wird der Prototyp im Zuge eines Feldtests geprüft. Nach finalen Nachbesserungen kann das neue Aggregat dann in Serie gefertigt werden.

Die Komplexität der Definition eines Technologie-Baukastens entsteht durch

a)    die Anzahl an Maschinentypen in unterschiedlicher Bauart,
b)    die Vielzahl an Zerspanungsarten und Materialien sowie die Tatsache, dass die Hochdruckanlagen den unterschiedlichsten Spänevorkommen Rechnung tragen müssen, sowie
c)    die eingesetzten Werkzeuge, Werkzeughalter und die Art und Weise der Anbindung des Hochdrucks an die Maschine.

Es gilt also, für die unterschiedlichsten Zusammenstellungen der genannten Parameter die richtigen Technologien zu kennen, zu beherrschen und die Komponenten so zu kombinieren, dass daraus ein besonders kompaktes Gesamtsystem entsteht. Darüber hinaus gilt: “In die Zukunft geblickt: Industrie 4.0 lässt sich nur in Form einer engen Systempartnerschaft umsetzen!” so Geschäftsführer Jürgen Müller.

Anfangen, wo andere aufhören

Jürgen Glaser, Vertriebsleiter DACH bei Müller, zeigt dabei auf, dass die Systempartnerschaften weit mehr sind als reine Entwicklungskooperationen: „Der Anwender, der Zerspaner, wünscht sich meist ein geschlossenes, aufeinander abgestimmtes, validiertes Gesamtsystem – nicht selten auch aus einer Hand. Unsere Systempartner können nicht immer Experte für alle verschiedenen Peripheriegeräte von der Absaugung über den Brandschutz bis hin zu Zufluss-Systemen sein. Wir von Müller sind ganz einfach das Hochdruck-Puzzlestück, bei dem der Maschinenbauer von unserer Erfahrung mit Hochdruck-Anlagen und im Späne-Management profitiert. Im Ergebnis kann er seinen Kunden eine stimmige Lösung anbieten.“ Dazu qualifiziert Müller auch konsequent die Systempartner in Bezug auf die Schlüsseltechnologien, die Systemlösungen combiloop und combistream und deren Auslegung. Zudem werden leicht verständliche, gut anwendbare Instrumente entwickelt und an die Hand gegeben, die die Auftragserfassung vereinfachen und vor allem die Hochdruckperipherie auf die Kundenanforderungen bestmöglich im Erstgespräch abstimmen lassen.

Mittels Checkliste erfasst beispielsweise der Systempartner-Außendienst vorgegebene Parameter, die sich auf die relevanten Faktoren – also Material, Spanaufkommen, Bearbeitung etc. – beziehen, gemeinsam mit seinem Kunden. Daraufhin wird dann die letztendliche Konfiguration der Baukasten-Komponenten auftragsbezogen erstellt.

„Mit dieser Arbeitsweise sowie der ganzheitlichen Prozessbetrachtung schaffen wir Effizienz und Sicherheit über die gesamte Wertschöpfungs- und Absatzkette hinweg. Es liegt auf der Hand: Wir als Müller sind leistungsfähiger in Sachen Lieferzeiten, wir machen die Auftragserfassung und Auslegung bei dem komplexen Thema Hochdruckfiltration immer einfacher und wir versuchen so, Falschauslegungen sowie Probleme bei der Anbindung und im Betrieb von vornherein zu minimieren. Zudem profitieren sowohl der Systempartner wie auch der Endkunde von ergänzenden Serviceleistungen – bis hin zur Inbetriebnahme der Anlagen. Schlussendlich lassen wir auch kontinuierlich die Erfahrung, die wir von der Front mitbekommen, in unsere Produkte und den jeweiligen Systempartner-Baukasten mit einfließen. Es ist eine Win-win-Situation mit dem Ziel, dem Zerspaner schnell und stabil die Vorteile unserer Hochdruckanlagen zugänglich zu machen“, erläutert Alexander Lang, Produktmanager bei Müller, den Anspruch. Abschließend fügt er noch hinzu: „Die Systempartnerschaft und der maschinenspezifische, umfangreiche Baukasten bringen noch einen weiteren, ganz entscheidenden Vorteil für den Kunden mit: Kompaktheit! Also die optimale Raumnutzung, natürlich in Verbindung mit Effizienz und Leistungsfähigkeit. Denn bei wenig Platz kommen Standardsysteme, Standardbaukästen und nicht in dem Maß individualisierbare Hochdruckanlagen sofort an ihre Grenzen.“

// STAR SR-32 mit combstream CS3

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