NEU: MÜLLER KOMPAKT-HOCHDRUCKKÜHLUNG FÜR BEARBEITUNGSZENTREN UND KURZDREHAUTOMATEN

Der Marktführer im Kompakt-Hochdruck für Langdrehautomaten, Müller, überträgt Kernmerkmale und Schlüsseltechnologien bestehender Produktkonzepte und entwickelt einen intelligenten Anlagen-Baukasten für eine einzigartig kompakte, energieeffiziente Hochdruckkühlschmierung für höhere Spülleistungen.

Im Gegensatz zu Langdrehautomaten unterscheiden sich die Anforderungen in Sachen Kühlung und Hochdruck bei Bearbeitungszentren und Drehmaschinen deutlich. Höhere Spülleistungen sowohl in der Hochdruck- wie auch Überflutungskühlung sind ein Muss. Nur mit den „richtigen“ Spülleistungen – insbesondere in puncto Dimensionierung – lassen sich optimale Produktionsergebnisse und Sicherheit sowie Effizienz im Prozess erreichen.

combiloop CL4 G – gegen Überdimensionierung, Ineffizienz und Platzverschwendung

Müller hat sich wie kaum ein anderes Unternehmen dazu verschrieben, besonders effiziente und vor allem auch extrem kompakte Anlagen in gutem Design zu entwickeln und zu fertigen. „Wir wurden oft von Partnern und Kunden, die unsere Lösungen aus dem Bereich Langdrehen schätzen, nach Anlagen für deren kleine Bearbeitungszentren gefragt. Falls möglich, bedienten wir diese dann mit dem Vorgängermodell, was aber eher Sonderaggregate-Bau auch in puncto Lieferzeit darstellte, und eigentlich stand der Bereich für uns nicht sonderlich im Fokus“, so Martin Müller, Geschäftsführer der Müller Hydraulik GmbH. „Doch was uns wirklich immer wieder wehtat, war dann bei unseren Kunden zu sehen: wenn riesige Kühlschmierstoff-Systeme oder auch Hochdruckanlagen – teils größer als die Maschine selbst – an kleinen Drehautomaten standen. Aggregate, die nicht selten 300 l/min fördern – für Bearbeitungen, die maximal 80–120 l/min benötigten. Und dann noch mit ineffizienten Technologien.“

So ein gängiges Praxismodell ist z. B. oft die Kombination aus Kompaktbandfilter und mehreren Konstantpumpen. Mangels Regeleffekt in Verbindung mit der angesprochenen Überdimensionierung resultieren daraus oft zudem höhere benötigte Kühlleistungen – unter dem Strich führt alles zu einem enormen Energieverbrauch. Unter anderem diese negativen Folgen für die Kunden, also die Ineffizienz (Kosten, Leistung) sowie die enorme Platzverschwendung, motivierten das Müller Team, sich der Problemstellung intensiv in den letzten zwei/drei Jahren anzunehmen.

combiloop CL4 G = Effizienz€³ + Flexibilität³ – für Anwendungen bis 150 l/min Spülleistung

Dabei war von vornherein klar, dass man mit den Lösungen nicht auf den großen Massenmarkt im Bereich der Bearbeitungszentren und Drehautomaten abzielen will und kann. Vielmehr war die Aufgabe, für einen ganz klar umrissenen Kreis an Nutzern mit kleineren Bearbeitungszentren sowohl für die Nachrüstung wie auch die Erstausrüstung eine echte Müller Lösung zu schaffen – effizient, leistungsfähig, besonders kompakt und in gutem Design. Basierend auf den Kundenanfragen und Erfahrungen im Markt stellte sich ein relevantes Anforderungscluster in Bezug auf Tank- und Spülleistungen sowie die Druckanforderung heraus. Man stellte fest, dass man unterschiedliche Pumpenanzahlen und -Konfigurationen ermöglichen muss. So entstand die Idee eines Baukastensystems – bestehend aus drei verschiedenen Basisversionen mit zwei unterschiedlichen Grundgrößen auf die die Bestückungsoptionen aufgebaut werden können.

Über die anwendungsbezogenen Praxis-Anforderungen hinaus können so auch unterschiedliche Budgets abgebildet werden. Mit der Einstiegsvariante combiloop CL4 G-400 wurde eine Basisversion geschaffen, bei der auf den 400 l großen Reintank nicht zwingend mit einem Automatikfilter, sondern eben auch alternativ mit einem günstigeren Kaskadenfilter gearbeitet werden kann. Dieser besteht aus einem Vorfilter und einem Feinfilter. Dieses Filterprinzip erhöht die Lebensdauer und größere Spülleistungen (bis 60 l / 65 l pro Minute) werden möglich. In dem Kaskadenfilter werden anstelle von Wechselfiltern auswaschbare, auch großvolumige Filterelemente eingesetzt – wiederum, um den Verschleiß und damit die Betriebskosten insgesamt zu minimieren.

// combiloop CL4 G-400

„Mit dem Einstiegsprodukt combiloop CL4 G-400 bewegen wir uns in einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis für Kunden, die eben nicht unbedingt in bessere Technologien, wie eine vollautomatische Filtration oder einen Automatikfilter, investieren möchten“, fasst Martin Müller die Ausstattung des Produktes zusammen und ergänzt: „Auf der anderen Seite stehen die Versionen combiloop CL4 G-600 und CL4 G-800 als Vollstromfiltrationsanlagen, mit großem Automatikfilter bis 150 l als High-End-Lösungen zur Verfügung.“ Die automatische Filtrierung bei den großen Versionen ist zwingend. Sie führt dazu, dass man keine Verschleißmaterialien, also keine Verbrauchsmaterialien wie z. B. beim Kompaktbandfilter, der eben bei dieser Art von Anlage in der Regel eingesetzt wird, hat.
Generell lässt sich feststellen, dass das Konzept durch Regelpumpentechnologie und durch kluge Steuerungen auf größtmögliche Energieeffizienz ausgerichtet ist. Damit werden geringere Antriebsleistungen genutzt – in der Konsequenz weniger Input, sprich weniger Wärmeerzeugung bei der Druckerzeugung und damit weniger Wärmeeintrag in das Kühlmedium. Sollte man trotzdem kühlen müssen, dann ist eine geringere Kühlleistung als bei z. B. Konstantpumpen-basierten Systemen notwendig.

Folgende Tabelle fasst die wesentlichen technischen Daten der Versionen zusammen:

Technische Daten CL4G-400 CL4G-600 CL4G-800
Ausstattung
Anschluss
  • Leistungsversorgung 3∼/PE 400 V/50 Hz
 
Pumpen
  • Bis zu 2
  • Bis zu 3
  • Bis zu 4
Förderleistung und Druck
  • Maximal 60 l/min, maximal 300 bar
  • Maximal 130 l/min, maximal 300 bar
Filter / Filterfeinheit
  • Kaskadenfilter (500/40 μm)
  • Automatikfilter (40 μm)
  • Automatikfilter (40 μm)
Betrieb
  • Schneidöl
  • Wasseremulsion (min. 8 % Ölanteil)
Nutzanschlüsse 
  • bis zu 10 schaltbare Abgänge 

Bei allen Produktversionen stehen unterschiedliche Pumpenkonfigurationen (Anzahl, Leistungen) zur Disposition, um so eine maximale Anpassung trotz hoher Standardisierung bereitzustellen. So können bei der combiloop CL 4G-800 unterschiedliche Pumpenkonfigurationen – z. B. zwei Niederdruck und zwei Hochdruckpumpen – auf dem Reintank aufgebaut werden.

// combiloop CL4 G-800

„Wir sind sehr flexibel und können sehr gut auf Kundenwünsche eingehen. Trotzdem bewegen wir uns in einem Baukasten. Wir können besser bevorraten und planen. Insgesamt hilft uns das Baukastensystem auch dabei, unsere Fertigungsprozesse und die Lieferzeiten positiver zu gestalten. Von der Sache her war das neben den Kunden-Mehrwerten in der Anwendung einer der Hintergedanken bei der Weiterentwicklung der Vorgängerversion hin zu dem Standardprogramm CL4 G-400, CL4 G-600 und CL4 G-800. Hinzu kommt die Idee, dass man auch wichtige Funktionen – wie z. B. den speziell für uns entwickelten Kühler als 4,5 kW, 7,5 kW oder 12 kW – jederzeit nachrüsten kann, wenn man merkt, es besteht die Notwendigkeit dazu, und so erstmal den Geldbeutel schont“, erklärt Jürgen Müller, Geschäftsführer und Entwicklungschef. „Alternativ kann natürlich auch ein Plattenwärmetauscher eingebaut werden, für all diejenigen, die ein Kaltwassernetz bereits installiert haben. Wir setzen also ganz bewusst auf Bewährtes. Aber wir haben, was Technologie, Steuerung, Konfigurations- und Nachrüstungsmöglichkeiten anbelangt, die Dinge nicht nur neu angeordnet, sondern viel Neues geschaffen und dieses dann in einem neuen, modernen Gewand integriert. Der starke Zuspruch der Kunden zeigt uns, dass wir hier auf einem guten Weg sind.“

Einsatz (Nach- und Erstausrüstung) „vorprogrammiert“ – an Miyano, Gildemeister, Mazak und Doosan Maschinen

Gerade in der Nachrüstung werden normalerweise Standardschnittstellen genutzt, die dann in der Werkzeugmaschine beim Kunden abgebildet werden. Aber auch in puncto Schnittstellen-Programmierung setzt die combiloop CL4 G Maßstäbe. Im Rahmen der engen, partnerschaftlichen Zusammenarbeit von Müller mit führenden Maschinenbauern wurde für verschiedene Gildemeister Produkte (Sprint, GM) ebenso wie für kleinere Mazak und Doosan Maschinen sowie selbstverständlich für den langjährigen Partner Miyano von Citizen Schnittstellen geschaffen. So gestaltet sich die Kommunikation der Maschinen und damit der Einsatz reibungslos und effektiv – auch in der Erstausrüstung.

„Grundsätzlich und abschließend“, fasst Jürgen Müller zusammen, „kann man sagen: Mit der combiloop CL4 G bieten wir nicht nur eine Abrundung des combiloop Sortiments, sondern den Transfer unserer Kernkompetenzen – Filtration und Hochdruckerzeugung – in ein neues Segment. Im Prinzip ist eine combiloop CL4 G, nehmen wir mal den Kaskadenfilter aus, eigentlich ein Produkt, das neben der Maschine steht, und im KSS betrieben im zwei- bis dreischichtigen Betrieb dem Betreiber im Prinzip keine Arbeit macht und die bekannten Nutzen der Hochdruck-Kühlung für kleinere Bearbeitungszentren und Drehautomaten besonders kompakt ermöglicht. Um das geht es eigentlich.“

// combiloop CL4 G-600

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Tel. +49 (0)741 - 174 575 - 0
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